ÖGV Tulln

Ihre Hundeschule

Rally Obedience





     Kurstage: jeden Samstag von 15:00 - 17:00 Uhr

Nähere Information bei Fr. HARTER Astrid,

Tel.:0699/100 444 04
 

Rally Obedience wurde Ende der 90er Jahre in Amerika entwickelt und hat dort gleich große Begeisterung ausgelöst. Dieser noch junge Hundesport hat den Weg über den großen Teich geschafft und am 01.01.2016 ist nun auch Rally Obedience endlich mit einer offiziellen Prüfungsordnung in Österreich angekommen.


Doch was ist nun Rally Obedience?

Bevor ich diese Frage beantworte, schauen wir doch wie es auf Hundeplätzen so aussieht. Als Hundebesitzer beginnt man mit einer BH - Ausbildung und Prüfung um zu beweisen, dass man einen alltagstauglichen Hund hat. Vielen Hundebesitzern reicht das dann auch schon und man sieht sie, wenn überhaupt, erst mit einem neuen Welpen wieder.

Aber dann gibt es die Menschen, die für sich und ihren Hund weiter machen wollen. An diesem Punkt kommen wir zu den zwei Disziplinen aus denen sich Rally Obedience zusammen setzt:

Einmal Agility - ein rasanter Hundesport bei dem möglichst schnell und fehlerfrei ein  abwechslungsreicher Parcours aus Hürden, Tunnel, Schrägwand und Co. absolviert werden muss. Hier beweist nicht nur der Hund seine Sportlichkeit , sondern auch der Mensch wird ordentlich gefordert.

Die andere Schiene wäre die Unterordnung. Hier gibt es  3 Prüfungsstufen, die BGH 1 - BGH 3 , die aus einer Fußarbeit, Sitz, Platz, Steh, Bringen zu ebener Erde und über eine Schrägwand, Voranschicken und Ablegen bestehen.

Nun wäre da noch Obedience. Bei dieser Sparte gibt es mehrere verschiedene Übungen. Um diese in der geforderten Präzision präsentieren zu können, ist das Team Mensch - Hund schon ordentlich gefordert. Allerdings liegt hierin auch schon wieder ein Haken, denn nicht jeder bringt den nötigen Ehrgeiz und "Wahnsinn" mit um mit dieser Präzisionssportart glücklich zu werden.

Es liegt also eigentlich auf der Hand, dass früher oder später jemand die Idee geborgen hat, sich Übungen aus den einzelnen Sparten herauszupicken und miteinander zu verbinden. Das Ergebnis ist Rally - Obedience und der Erfolg und die Verbreitungsgeschwindigkeit gibt diesem neuen Konzept recht.

Also was wurde gemacht: Man hat sich die Parcoursidee von Agility geschnappt und das Ganze mit einer Vielzahl von Unterordnungsübungen verbunden. Weder Hund noch Herrchen/Frauchen müssen eine Sportskanone sein und auch die Präzision der einzelnen Übungen stehen nicht im Vordergrund. Im Rally Obedience bewegt sich das Team Mensch/Hund möglichst schnell mit dem Hund bei Fuß durch einen Parcours, innerhalb dessen verschieden Stationen zu durchlaufen sind. Die Stationen bestehen aus Schildern, die dem Team sagen, was an dieser Stelle zu tun ist und in welche Richtung es nach Erfüllung der Aufgabe weiter geht. Jedes Schild trägt ein Symbol für eine Unterordnungsübung:

- Wendungen in jede Richtung

- um 90°, 180°, 270° oder 360°

- ein Slalom um Pylonen

- das Voraussenden über eine Hürde, Bleib - Übungen, Vorsitzen,    

   Platz aus der Bewegung usw.

Insgesamt ca. 80 verschiedene Übungsschilder stehen zur Verfügung. Im Gegensatz zur klassischen Unterordnung darf der Mensch während des Parcours seinem Hund verbal und auch mit Körperhilfen unterstützen. Korrigiert darf der Hund allerdings nicht werden - weder mit Hand, Leine oder Stimme.

Kurz gesagt, die Regeln sind weniger streng, das Zusammenspiel und die Freude zwischen Hund und Mensch sind entscheidend.